Serbien ist in mehr als doppelt so gross wie die Schweiz. Es ist der grösste Nachfolgestaat des ehemaligen Jugoslawiens und grenzt u.a. an Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Montenegro, mit dem es bis Juni 2006 den gemeinsamen Staat Serbien-Montenegro bildete. Touristisch und als Reiseland ist es zwar nicht so bekannt wie Mallorca, Istrien oder Krk aber durchaus für den Urlaub attraktiv.
Serbien ist heute eine eigenständige parlamentarische Republik und strebt die EU-Mitgliedschaft an. In Serbien ist Serbisch in kyrillischer Schrift als offizielle Amtssprache deklariert, aber regional werden auch andere Sprachen wie etwa Ungarisch in der Provinz Vojvodina gesprochen. Neben der kyrillischen Schrift wird oft auch die lateinische Schrift im Land verwendet. Bezahlt wird in der Republik mit dem Dinar (RSD).
Hauptstadt, sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes ist Belgrad (Beograd), gefolgt von Novi Sad, Nis und Kragujevac. Grösster Flughafen ist der Nikola Tesla Airport in Belgrad. Serbien hat ein Kontinentalklima mit ausgeprägten Jahreszeiten und üblicherweise schneereichen Wintern. Im zentralen Serbien gibt es daher einige interessante Skigebiete für den Wintertourismus. Als Urlaubsland ist Serbien eine wirklich Alternative zu Mallorca, Madeira, Italien oder Gran Canaria.
Tourismus in Serbien
Serbien ist eher dünn besiedelt und bietet daher viel Platz für National- und Naturparks. Der Balkanstaat hat fünf Nationalparks: Djerdap, Kopaonik, Tara, Sar Planina und Fruska Gora. Hier findet man in den klaren Seen, Flüssen und Wäldern neben einer bedeutende Tier- und Pflanzenvielfalt, einzigartige Ökosystemen und landschaftliche Besonderheiten wie die größten Flussklippenzonen und Bergauen Europas. Fast 10% des Staatsgebietes stehen unter Naturschutz, seine Wälder zählen zu den ursprünglichsten Europas.
Wenn man die landschaftlichen Besonderheiten des Landes betrachtet, muss man insbesondere die Flüsse hervorheben. Der flache Norden, der noch Teil der Pannonischen Tiefebene ist, wird durchzogen von der Tisa. Das engere Serbien wird von Nord nach Süden von der Drina und der Velika Morava geprägt.
Belgrad liegt an der Mündung der Save in die Donau. Überhaupt kann man von der Donau aus viele Sehenswürdigkeiten des Landes besuchen, so dass auch Donaukreuzfahrten eine gute Möglichkeit sind Serbien kennenzulernen. Gerade an der Donau findet man zahlreiche Burgen und Festungen, die von einer bewegten Vergangenheit zeugen.
Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten dort ist das Eiserne Tor, ein imposantes Durchbruchstal an der Donau zur Grenze nach Rumänien. Früher war dieser Flussabschnitt als der gefährlichste der Donau gefürchtet. Seit dem Kraftwerksbau wurde er entschärft und ist heute ein Highlight am Nationalpark Djerdap. Aber das Land auf dem Balkan hat noch mehr zu bieten. Zahlreiche Mineral- und Thermalquellen haben einen gut entwickelten Kur- und Wellnesstourismus entstehen lassen. Erst allmählich spricht sich dies wieder rund und Serbien ist noch ein Geheimtipp.
Kultur in Serbien
Kulturell haben Belgrad und Novi Sad einiges zu bieten. Belgrad hat neben vielen Sehenswürdigkeiten, wie die Belgrader Festung oder das Serbische Nationalmuseum auch ein interessantes Nachtleben und alljährlich verschiedene Veranstaltungen überregionaler und internationaler Art zu bieten. Wer sich für Kirchengeschichte interessiert, der wird in Serbien ebenfalls fündig. Große Klosteranlagen und bekannte Kirchfresken sind im Land zu besichtigen.